Jung und Rheuma: der Blick in die Zukunft - Junger Mann mit Skateboard - Rheumahelden

Jung und Rheuma: Der Blick in die Zukunft

Wenn man jung ist, stellt man sich viele Fragen für die Zukunft: Wie möchte ich leben? Was ist mein Weg? Auch junge Menschen mit Rheuma kennen diese Gedanken. Doch hinzu kommt auch der Blick in die Zukunft mit der chronischen Erkrankung: Wie wird sich meine Erkrankung entwickeln? Kann ich all meine Wünsche umsetzen oder was muss ich dafür beachten? Die eigenen Ziele abzustecken und unbeirrt an seine Träume zu glauben, ist ein wichtiger erster Schritt. Denn wer sein Rheuma gut kennt, kann trotz der Erkrankung ein selbstbestimmtes Leben führen.

Träume wagen mit Rheuma

Für die einen ist es der Roadtrip durch Australien, für die anderen das Freiwillige Soziale Jahr in Südamerika und für die nächsten der Beginn einer langersehnten Ausbildung oder eines Studiums. Die Zeit nach der Schule ist die Zeit der Pläne und stellt einen wichtigen Meilenstein dar. Denn wir setzen die Weichen für die nächsten Jahre und überlegen uns, wie wir unser Leben gestalten wollen. Eben noch Teenager, bald schon erwachsen – an dieser Schwelle fragen wir uns, was uns wirklich antreibt im Leben und wofür wir gern Verantwortung übernehmen wollen. Junge Menschen mit Rheuma stehen vor der Herausforderung, wie das Ganze trotz und mit Rheuma bestmöglich gelingt.

Wenn Rheuma erwachsen wird

Der Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen wird auch „Transition“ genannt. Jeder Jugendliche wünscht sich Normalität, wobei die Rheumaerkrankung oft verdrängt wird, was jedoch oft zu neuen Problemen führt. Was bedeutet das Erwachsenwerden genau für den Körper und die Lebensführung? Zunächst einmal: Ab jetzt ist nicht mehr der Kinder- sondern der Erwachsenenrheumatologe der zuständige Arzt. Die meisten Untersuchungstermine nehmen Betroffene nun alleine wahr und gehen somit auch eigenständiger mit der Erkrankung um. In dieser Umstellung sollten Jugendliche gut begleitet und unterstützt werden. Denn nur, wer sich auch weiterhin mit seiner Therapie gut beraten und eingestellt fühlt, kann ein gesundes Bewusstsein für sein Rheuma entwickeln und langfristige Folgeschäden vermeiden. 

Hilfe von Gleichaltrigen

Ein Projekt der Deutschen Rheuma-Liga widmet sich der Begleitung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei ihrer Transition. Auf der Website www.mein-rheuma-wird-erwachsen.de erklären „Peers“, also Gleichgesinnte, wie ihnen die Phase der Umstellung gelungen ist und was ihnen dabei geholfen hat. Dadurch können sie andere Menschen auf den Wechsel und die jetzt immer wichtiger werdende Eigenverantwortung vorbereiten. Außerdem macht das Angebot Mut, sich auszutauschen – nicht nur über die Erkrankung, sondern auch über die vielen schönen und aufregenden Pläne und Zukunftsgedanken.

Hiermit können die Peers helfen:

  • Hintergrundwissen über die Erkrankung
  • Erklären von Fachbegriffen
  • Unterstützung bei der Umstellung
  • Erfassen der eigenen Krankheitsgeschichte
  • Nutzen des Transitionspasses
  • Ideen für ein Rheumatagebuch
  • Hilfe bei der Vorbereitung auf Arzttermine
  • Tipps zu anderen Bereichen des Alltags, wie Freundschaft, Reisen, Umzug, Führerschein oder Wahl des Studiums
  • Erfahrungsaustausch mit Gleichaltrigen
  • Motivierende Geschichten von anderen Betroffenen