Mein rheumagerechter Arbeitsplatz

Mit Rheuma am Arbeitsplatz

Beitrag vom 26. Januar 2018 | Bärbel

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Oft denke ich daran, was wohl wäre, wenn ich Gärtnerin geworden wäre, wie es mal mein Wunsch war. Bei Regen, Kälte und Wind draußen. Immer körperlich im Einsatz. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit Rheuma diesen Beruf noch ausüben könnte. Bei den meisten von uns trat das Rheuma zu einer Zeit auf, als wir schon unseren Beruf gewählt hatten. Das führt leider immer wieder dazu, dass Menschen mit rheumatoider Arthritis ihren Beruf aufgeben und eine Erwerbsminderungsrente beantragen.

Auch ich stand schon kurz davor. Aber ich habe dagegen angekämpft. Ich bin zu jung für die Rente. Ich habe überlegt, wie ich meinen Arbeitsplatz so ändern kann, dass er besser passt oder ob ich vielleicht eine zusätzliche Ausbildung machen kann, um ein neuen Arbeitsplatz zu finden, so wie Caro es in einem ihrer Blog-Beiträge beschrieben hat.

Ich habe das Glück einen Beruf zu haben, bei dem ich hauptsächlich am Schreibtisch sitze und mit dem Computer arbeite. Aber auch das kann mit Rheuma zu einer Herausforderung werden – so wie es bei mir früher war. Mein Job war verbunden mit viel Stress, langen Arbeitszeiten, häufiger Wochenendarbeit und einer Schreibtischausstattung, die auf meine Gelenkprobleme keine Rücksicht nahm. Das habe ich Schritt für Schritt geändert. Ich habe den Arbeitgeber gewechselt, habe meine Arbeitszeit verkürzt und meinen Arbeitsplatz rheumagerecht ausgestattet. Das hat mir viel gebracht. Ich habe seitdem weniger Schmerzen und mehr Energie.

Das klingt so als wäre es ganz einfach gewesen. Aber das war es nicht. Das waren große Entscheidungen. Schließlich ging es hier um meine Existenz und das hat mir ganz schön Angst gemacht. Aber es hat sich für mich gelohnt. Ich bin nämlich trotz jahrelanger rheumatoider Arthritis immer noch berufstätig. Aber was wäre gewesen, wenn ich in meiner Jugend tatsächlich Gärtnerin geworden wäre?

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