Schwerbehindertenausweis

Mein Antrag auf Schwerbehinderung

Ich habe einen GdB (Grad der Behinderung) von 60 und bin somit schwerbehindert. Trotz meiner Probleme mit der Schwerbehinderung – ich habe davon berichtet, – wollte ich doch irgendwann den „Ausgleich“, den mir der Staat ermöglicht. Schließlich kostet mich die rheumatoide Arthritis (RA) so einiges. Es ist nicht nur das Geld, es sind auch Kraft, Zeit und Mut. Ich bin sehr froh, in einem Land leben zu dürfen, in dem der Staat Hilfen für Menschen mit Einschränkungen zur Verfügung stellt. Warum die Hilfe dann nicht auch annehmen? Aber um die Unterstützung zu bekommen, bedarf es natürlich erstmal eines Antrages. Ich habe mich damals sehr sorgfältig, um meinen Antrag gekümmert. Ob ich alles richtig gemacht habe, weiß ich nicht. Aber für diejenigen, die überlegen einen Antrag zu stellen, habe ich nachfolgend aufgelistet, was aus meiner Sicht wichtig war.

1. Alle Arztbriefe, die ich jemals zur RA oder weiterer Erkrankungen, die mit Einschränkungen verbunden sind, erhalten habe, habe ich kopiert und mitgeschickt (Ja, das war ein dicker Stapel Papier).

2. Mein behandelnder Rheumatologe hat noch einen Brief über meinen aktuellen Gesundheitszustand geschrieben.
Ich habe ihm dazu in einem ausführlichen Gespräch erläutert, wie es mir geht – ohne es (wie ich es sehr oft mache) zu beschönigen.

3. Ich habe selbst einen ausführlichen Bericht über meine Einschränkungen im Alltag geschrieben und die Tätigkeiten beschrieben, die ich nicht mehr kann oder mir schwerfallen, wie z.B. Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Gehen längerer Strecken, Tragen von schweren Einkaufstüten, Hausarbeit, Arbeiten am Computer, Ein- und Aussteigen ins Auto usw. Alles das, was anders ist, seit ich RA habe. Auch hier habe ich nichts beschönigt und wie so oft gedacht, ach, dieses oder jenes geht schon. Nein, ich war ehrlich zu mir selbst, auch wenn mir das nicht leicht gefallen ist.

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